Solidarität mit den Instandbesetzer*innen der Villa Rühl

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Appell: Strafantrag wegen Hausfriedensbruch gegen die Instandbesetzer*innen der Villa Rühl zurück-ziehen!
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Bei den Instandbe-setzer*innen sind weitere Vorladungen wegen Sach-beschädigung, Haus-friedensbruch und Zerstörung eines Bau-werks eingegangen. Das Universitätspräsidium hält also weiterhin an der Kriminalisierung der Aktivist*innen fest. Das können nicht hinnehmen uns setzen auf all die Solidarität, die wir im Sozialen Zentrum Kassel erfahren haben!

Bitte unterschreibt die Petition und verbreitet sie weiter, damit die Universität Kassel sieht, wie viele Menschen die Repressionen gegen die Aktivist*innen ablehnen!
 
Begründung:
Seit Jahrzehnten steht die Villa Rühl in der Mönchebergstraße 42 leer. Endlich - am 03.06.2017 - wirde die Villa Rühl besetzt und damit zu "Unserer Villa". Über zwei Wochen bauten mehrere hundert Menschen hier ein Soziales Zentrum auf, dass allen gehören sollte. Nachbarinnen, Studierende und Besucherinnen machten den Ort wieder lebendig. Gemeinsam erschlossen sie sich einen Raum der seit Jahrzehnten dem Verfall überlassen wird.

Seit Tag 1 wurde mit den Reparaturarbeiten durch die Instandbesetzerinnen begonnen. Brandschutzkonzepte wurden ausgearbeitet, lose Deckenteile gesichert und ein barrierefreier Zugang erschaffen. Gutachterinnen und das Regierungspräsidium bestätigten die Sicherheit der Villa. Die Uni reagierte schnell auf die Besetzung. Frühzeitig und ohneGesprächsbereitschaft stellte sie Strafantrag und gab die Verantwortung an die Strafverfolgungsbehörden ab.

Am 19.06.2017 in den frühen Morgenstunden wurde die Villa schließlich von einem massivem Polizeiaufgebot gewaltsam geräumt, Während, und auch nach der Besetzung, erfuhren wir viel Solidarität von Einzelpersonen und der Nachbarinnenschaft, von der documenta wie Gewerkschaften, Fachgebieten und Bediensteten der Universität, Vertreterinnen von Parteien und Kulturschaffenden. Mittlerweile sind die ersten Vorladungen eingegangen: Die Universität Kassel lässt wegen Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und Zerstörung von Bauwerken gegen einige Aktivistinnen vorgehen. Nach wie vor bezieht sie sich hierbei auf das fadenscheinige Argument, die habe keinerlei Verantwortung für den Stadtteil. Umso absurder erscheint es, dass sie ihr Hausrecht derartig massiv durchsetzt, obwohl die Villa Rühl seit vielen Jahren leersteht.

Deswegen fordern wir den Universitätspräsidenten Finkeldey, Kanzler Fromm und Bauamtsleiter Sausmikat auf, den Strafantrag gegen die Instandbesetzerinnen sofort zurückzuziehen und nach der Zerstörung des sozialen Engagements in "Unserer Villa" zumindest deren weitere Kriminalisierung und Sanktionierung zu beenden. Die Besetzung der Villa Rühl war, ist und wird legitim bleiben!

Instandbesetzen statt Kaputtbesitzen!

Wir lassen und nicht vereinzeln!

Für ein, zwei, viele Soziale Zentren!

Bäm!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Kassel, 01.11.2017 (aktiv bis 31.01.2018)